Die Freiwillige Feuerwehr Röttbach 

Dokumentation von Erwin Franz über die Zeit vor und nach dem Gründungsjahr 1902 soweit es die vorhandenen Unterlagen zuließen. Zusammengestellt hinsichtlich der Einweihung und Übergabe des durch einen Anbau erweiterten Feuerwehrgeräthauses und dem neuen Feuerwehrauto im Jahre 2006.

 

Am 7. September 1837 meldete die Röttbacher Feuerwehr folgende Gerätschaften: Eine Tragspritze, 20 Feuereimer, zwei Feuerhacken und eine Feuerleiter. Dringend benötigt würden 10 Feuereimer, eine Feuerleiter. Vorhandene Brunnen waren zwei Dorf- und zwei Feldbrunnen und zwei Seen. Bei der Gemeindevisitation 1876 wurde der Gemeinde angeraten, mit Unterwittbach und Wiebelbach eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Dieser Vorschlag fand nicht die Zustimmung der Gemeinde. Außerdem sei die nur tragbare Feuerwehrspritze dem aktuellen Stand es Feuerlöschwesens wenig entsprechend. Die Anschaffung einer neuen zweirädrigen Feuerwehrspritze, wie einige Nachbargemeinden es bereits getan haben, wäre auch für Röttbach ein Vorteil.

 

Recht interessant war die Dienstordnung aus der Zeit der Pflichtfeuerwehr, sie wurde streng geführt und schloss im Ernstfall die ganze Dorgemeinschaft mit ein. Die Dienstordnung gründete sich auf die Distritkfeuerlöschordnung vom 18. Mai 1870 und wurde durch hohen Regierungsentschluss vom 03. Juni 1870 als vollziehbar erklärt. Hierzu wurde noch ergänzt, dass bei einem Brand im Orte alle Ortseinwohner vom 16. bis 60. Lebensjahr, seine sie Ortsansässige oder Dienstboten, ledig oder verheiratet, sich bei Feueralarm augenblicklich an die Brandstätte zu begeben haben. Dort müssen sie mit Feuereimer Butten und Gelten Wasser an die Brandstelle tragen. Alle Pferdebesitzer sind im Brandfalle aufgefordert, sofort ihre Pferde einzuspannen, um Wasser von dem Brunnen außerhalb des Ortes herbeizufahren. Die hierzu nötige Mannschaft zum herausziehen des Wassers wurde sofort an die Brunnen abgesandt. Die dienstfähige Mannschaft der Pflichtfeuerwehr gruppierte sich in folgende Abteilungen: „a“ Löschmannschaft, ihre Aufgabe war die Bedienung der Spritze und die Spritzwasserbeschaffung. „b“ war die Rettungsmannschaft, welche die Retter, Steiger, Einreißer und Aufräumer umfasste, „c“ war die Arbeitsgemeinschaft, diese hatten die Aufgabe, die Feuerleiter, Hacken und sonstige Werkzeuge an die Brandstelle zu bringen. Das Löschdirektorium führte zunächst bis zum Eintreffen des königlichen Bezirksamtmannes oder seines Stellvertreters, der Bürgermeister mit seinem Stellvertreter und dem Gemeindeschreiber als Assistent.

 

Für die Alarmierung schrieb die Feuerlöschordnung des königlichen Bezirksamtes Marktheidenfeld folgendes vor: Sobald Feuerruf ertönt, haben sämtliche Einwohner die Ihnen durch die Lokalfeuerlöschordnung zugewiesenen Dienste ungesäumt zu leisten. Der Feueralarm wurde auf verschiedene Arten gegeben und in kurzen Abständen wiederholt. Dies erfolgte in der Regel durch Sturmläuten, der Feuerwehrtrompete oder dem Wachthorn. Auch die Nacht- und Feuerwächter hatten besondere Signale zu geben. Im Ernstfalle hatten sich die Feuerläufer, auch Feuerboten oder Feuerreiter genannt, sofort beim Bürgermeister einzufinden und auf dessen Geheiß in die ihnen zugeteilten Nachbarorte zu eilen, um dort dem Bürgermeister unverzüglich Meldung zu machen und die Feuerwehren anzufordern. In Röttbach waren es fünf Personen, die mit dieser Aufgabe betreut waren, ihren schriftlichen Auftrag mussten sie dort vorlegen und damit Uhrzeit gegenzeichnen lassen. Von den Feuerläufer musste je ein Mann nach Michelrieth, nach Oberwittbach, Unterwittbach und nach Hasloch. Der Feuermelder nach Wiebelbach hatte auch die Aufgabe nach Kreuzwertheim zu laufen, um der Gemeinde und der Gendamerieposten diese Anzeige zu erstatten. Obwohl die heutigen Straßenverhältnisse gegenüber jener Zeit sich nicht mehr vergleichen lasse, wäre heute diese Buschtrommel-Alarmierung undenkbar. Laut Feuerlöschordnung musste auch sofort ein eigener Bote mit Anzeigebericht an das Bezirksamt Marktheidenfeld abgesandt werden. Die Feuerläufer und die zur Alarmierung beauftragten Feuerwehrmänner unterstanden der Rettungsmannschaft. Wie die Verordnung weiter vorschrieb, war die Pflichtfeuerwehr daran gebunden, jährlich zwei Schauübungen zu veranstalten, um so ihre Schlagkraft zu demonstrieren. Dieser Brauch wurde von der Freiwilligen Feuerwehr übernommen und ging bis in die 60er Jahre weiter.

 

Nach langem Zögern und er Ungewissheit, ob man die erforderliche Teilnehmerzahl aufbringen kann, entschloss man sich, gleich nach der Jahrhundertwende im Jahre 1901 unter Bürgermeister Anton Dosch jun., zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. Man folgte damit dem Beispiel der umliegenden Gemeinden, die diesen Schritt bereits getan hatten. So löste mit dem 1. Januar 1902 die Freiwillige Feuerwehr die ursprüngliche Pflichtfeuerwehr ab. Einer der letzen Kommandanten der Pflichtfeuerwehr war Adam Alexander Metz. Die fahrbare Feuerwehrspritze aus dem Jahre 1884 wurde von der Feiwilligen Feuerwehr übernommen und zählt heute noch den wertvollen Requisiten.

 

Es waren junge Männer aus dem Dorf, die sich zu einem freiwilligen Dienst in der Feuerwehr entschlossen hatten und sie bekamen als Beihilfe für die notwendigsten Ausrüstungen 100 Mark von hoher königlicher Regierung. Die Gemeinde zahlte ebenfalls für Ausrüstungsgegenstände 71,24 Mark. Weiter kaufte sie zwei Kavallerie-Trompeten für 15,50 Mark. Das Tuch für die Uniformen kostete 252,20 Mark und der Macherlohn belief sich auf 61,60 Mark. Erst nachdem 1953 das neue Feuerwehrhaus errichtet war, wurde 1954 die Wehr wieder mit neuen Uniformjacken, Mützen und Helmen ausgestattet.

 

Im Jahre 1933 hatte man im Landkreis Marktheidenfeld eine Bezirksmotorspritze, diese wurde für den Ernstfall den Wehren angeboten und vom Bezirk lediglich die tatsächlich entstanden Selbstkosten in Rechnung gestellt. Die Kosten betrugen für den Kraftwagen bis zu 10 Kilometer 5 Mark, für jeden weiteren Kilometer 40 Pfennige. Das Wartegeld betrug für jede Stunde 1 Mark, die Vergütung der Mannschaft je Stunde 35 Pfennige, Vergütung für Reinigung und Trocknen der Schläuche, für 100 Meter 3 Mark, für jeden weiteren Meter 3 Pfennige. Zu vergüten war weiterhin der tatsächliche Betriebsstoffverbrauch für die Motorspritze selbst. Die Gemeinde Röttbach hatte von diesem Angebot keinen Gebrauch gemacht.

 

Am 6. November 1941 beschloss der Gemeinderat unter Bürgermeister Heinrich Michel die Anschaffung einer Kleinmotorspritze TS8 unter der vom Landrat unterbreiteten Bedingungen. Der Anschaffungspreis bezog sich auf 3.900 Reichsmark, zwei Drittel dieses Betrags wurde bezuschusst, ein Drittel musste die Gemeinde aufbringen. Die erforderlichen B- Schläuche wurden ebenfalls beschafft.

 

In den Kriegsjahren wurden Damenmannschaften aufgestellt und an der neuen Motorspritze ausgebildet, bei einer Schauübung hatten sie ihr Können unter Beweis gestellt. Gleich nach Kriegsende, am 22 April 1945, musste die Gemeinde alle Personen im öffentlichen Dienst, so auch die Feuerwehrmänner der zuständigen Militärregierung (Military Government of Germany) namentlich melden. Nach Ausweisnummer, Alter, Geschlecht, Rang, Parteizugehörigkeit, Datum des Diensteintritts und Dienstverwendung. Jeder Feuerwehrmann bekam einen Dienstausweis. In einem Feuerwehrlagebericht, ebenfalls vom 22. April 1945, wurde von der Militiärregierung der Zustand der Bauten, der Geräte sowie der Uniformierung und der Wasserversorgungsquellen erforscht.

 

Nach Kriegsende 1945 bestand die Freiwillige Feuerwehr Röttbach noch aus 13 Mann, außer den vorher dienstverpflichteten Damen. Es war Kommandant Karl Michel, er hatte das Amt seit 1924 inne, 2. Kommandant Otto Huth. Als Fahrer waren die Pferdehalter Hermann Franz und Josef Behl bestimmt. Gruppenführer war Anton Höhnlein und als Sanitäter war Johann Höhnlein im Dienst. Feuerwehrmänner waren Josef Franz, Erwin Franz, Helmut Franz, Bertram Höhnlein, August Franz, August Behl und Karl Albert.


In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg wurden die Feuerwehren wieder in Leben gerufen und neu koordiniert. In Röttbach wurde Otto Jeßberger als 1. Kommandant gewählt, sein Stellvertreter wurde Anton Franz. Anton Franz fungierte bis zu seinem Tod 1950 als Kreisbrandmeister. Bis in die 60er Jahre galten hier bei der Feuerwehr noch besondere innerörtliche Gesetze; hatte ein Feuerwehrmann Familiennachwuchs zu melden, war er sechs Wochen vom Feuerwehrdienst befreit. Landrat Kissner hatte in einem Rundschreiben vom 27. August 1946  die Bürgermeister auf die Feuerverhütungswoche aufmerksam gemacht. Das Landesamt für Feuerschutz (Landesbranddirektor), so heißt es darin, habe angeordnet, dass am Sonntag den 1. September 1946 in jeder Gemeinde, einlässlich der laufenden Feuerverhütungswoche, die Feuerwehren eine Schauübung durchführen müssen. Die Übung solle in erster Linie für die Wehr selbst werben und im Weiteren die Bevölkerung auf die Gefahren des Feuers aufmerksam mache. Zusammenlegende Gemeinden könnten, so heißt es weiter, zusammen eine solche Schau veranstalten. Die Bürgermeister wurden angewiesen, hierbei eine Ansprache zu halten über die Wichtigkeit der Feuerwehren, sowie über die Gefahren bei Ausbruch von Bränden.

 

Am 2. September hatten die Bürgermeister einen kurzen Bericht über die stattgefundene Schauübung zu erstatten, der besonders über folgende Punkte berichten sollte: 1. Verlauf der Übung, 2. etwa aufgetretene Mängel an den Löschfahrzeugen und 3. über das Verhalten und gezeigtem Interesse der Bevölkerung gegenüber der Schauübung.

 

Anschließend erhielten sie zwei Karten, eine blaue und eine weiße; diese waren dem örtlichen Feuerwehrkommandanten zu übergeben. Nach jedem Brandfalle solle er binnen 24 Stunden, mittels dieser Karte den Brand melden. Soweit in einzelnen Gemeinden des Landkreises noch keine Freiwillige Feuerwehr, oder Pflichtfeuerwehr vorhanden war, musste dies bis spätestens 31. August 1946 durchgeführt sein. Die noch fehlenden Meldungen über die Bildung von Feuerwehren, müssen bis 1. September im Landratsamt eingegangen sein. Die Satzungen müssen dem Landrat vorgelegt werden. Der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr (Feuerwehrkommandant) und sein Stellvertreter werden von den Wehrmännern auf fünf Jahre gewählt. Die Wahlen mussten umgehend durchgeführt werden und die Ergebnisse bis 15 September dem Landratsamt vorgelegt werden. Die Gewählten müssen politisch einwandfrei sein und eine Gewähr dafür bieten, dass sie ihre Aufgaben erfüllen können. Der Landrat machte abschließend darauf aufmerksam, dass amerikanische Offiziere demnächst Kontrollen über Einsatzfähigkeit der örtlichen Feuerwehren vornehmen werden. Sollten hierbei Missstände festgestellt werden, so werden die Bürgermeister dafür verantwortlich gemacht.

 

In den weiteren Jahren war die Freiwillige Feuerwehr Röttbach wieder im Aufwind begriffen. Die beiden am westlichen Ortsrand gelegene Feuerweiher, an der Petersgasse und an der Lorenzengasse, ähnelten eigentlich einem Gänseweiher mit viel Schilf. Der untere Brandweiher an der Petersgasse wurde 1943 ausgebaut. Der obere Brandweiher an der Lorenzengeasse wurde 1954 ausgebaut. Dieser wird das ganze Jahr über gespeist von der alten Wasserquelle, der früheren Wasserleitung aus dem Jahr 1887 von der Quelle in den Hauswiesen. Durch eine Rohrverbindung zum unteren Brandweiher wird dieser durch den Überlauf ebenfalls mit gespeist, was einen großen Vorteil für die Gemeinde darstellt.

 

Die Unterbringung der Feuerlöschgeräte war schon immer ein Problem. Zunächst waren sie in einem gemeindlichen Schuppen an der Schulscheune untergebracht, später wurde die gemeindliche Schafscheune überflüssig und man richtete dort einen Geräteraum ein. Zu den Requisiten zählten auch eine heute noch vorhandene vierrädrige Wasserspritze aus dem Jahre 1884. Sie wurde von der Pflichtfeuerwehr übernommen, eine Fahrbare Leiter und ein 1912 angeschaffter Schlauchwagen. Im Jahre1952 hatte die Gemeinde die zur Unterbindung der Geräte auserkorenen Schafscheune abgerissen und auf gleicher Ebene am Schulhof ein modernes Gerätehaus erbaut. Die bis zu dieser Zeit ungünstige Unterbringung der Fahrzeuge war damit zu Ende. Leider hatte man beim Einlegen der alten Schafscheune mehrere dort gelagerte Requisiten der früheren Pflichtfeuerwehr beseitigt. So auch die zweirädrige Handspritze. 1978 wurde eine Schlauchtrockenturm angebaut, um die Einrichtung zu vervollständigen.

 

Ein großer Tag für die Röttbach Feuerwehr und den ganzen Ort war zweifellos der 9 Kreisfeuerwehrtag des Landkreises Marktheidenfeld, der am 1. und 2. Juli 1956 in Röttbach abgehalten wurde. Wie aus einer Niederschrift hervorgeht, war der Tag zunächst verbunden mit einer Kommandantentagung im Haus der Bäuerin, Unter den Gästen waren Landrat Leo Baunach, der Leiter der Feuerwehrschule in Würzburg Dipl.-Ing. Schreiter und Kreisbrandinspektor Hans Schneider. Der Tag begann um 9:30 Uhr mit der Kirchenparade; um 10 Uhr war Eröffnung der Tagung durch Kreisbrandinspektor Hans Schneider, Begrüßung durch Bürgermeister Anton Höhnlein und Landrat Leo Baunach.

  

Am Nachmittag fand unter Leitung des Röttbacher Kommandanten Otto Jeßberger eine Schauübung statt mit zwei Gruppen der Röttbacher Feuerwehr und je einer Gruppe aus Oberwittbach und Esselbach. Die Übung klappte wie erwartet sehr gut, nach kurzer Zeit waren drei Motorspritzen klar zum Einsatz. Die anschließende ernstfallmäßige Schauübung stand unter der Einsatzleitung von Kreisbrandmeister Fertig aus Hasloch. An der Übung beteiligten sich die Wehren aus Michelrieth, Hasloch, Unterwittbach, Oberwittbach, Kreuzwertheim, Wiebelbach, Marktheidenfeld, Esselbach, Altfeld und Röttbach. Angenommen wurde ein Großbrand im südwestlichen Dorfgebiet. Nach 12 Minuten waren alle Wehren im Einsatz und pumpten aus zwei Löschweihern und aus der Wasserleitung, um mit ihren 30 Strahlrohren das Feuer zu bekämpfen. Viel Lob und Anerkennung gab es abschließend für das gute Gelingen.

 

Doch die ständige Modernisierung überträgt sich erfahrungsgemäß auch auf die Ausrüstung der Feuerwehren, so kam im Laufe der letzten Jahren  auch für Röttbach ein Feuerwehrauto ins Gespräch. Für den erforderlichen Raum gab es mehrere Vorschläge, Planungen wurden erstellt. Schließlich konnte man in sorgfältiger Abwägung der Kosten sich für einen Umbau entscheiden. Daraufhin wurde erst das Feuerwehrauto immer wahrscheinlicher. Durch die Anschaffung dieses Fahrzeuges ging ein Wunschtraum der Röttbacher Feuerwehr in Erfüllung. Das Feuerwehrhaus musste durch einen Umbau um einige Meter erweitert werden, um einen geeigneten Stellplatz zu schaffen. Die Feuerwehrmänner hatten über die ganze Bauzeit eine Veilzahl an freiwilligen Arbeitsstunden investiert und dazu beigetragen, die Kosten überschaubar zu halten. Die beiden Kommandanten Edwin Huth und Edgar Jeßberger hatten ihre Mannschaft stets dahingehend motiviert und mit vollem Erfolg. Bei jedem Arbeitseinsatz, ob es beim Bauen oder bei der Befestigung des Vorhofes war, waren die Männer zahlreich erschienen. Das neu hergerichtete Feuerwehrhaus ist nun zu einem Schmuckstück im Dorfbild geworden.

  

Am 27. April 1996 wurde das Gerätehaus zusammen mit dem Fahrzeug von Pfarrer Matthias Lotz feierlich eingeweiht und am Sonntag, 28. April, von Frau Bürgermeisterin Christa Schönberg der Feuerwehr übergeben.

  

Übers Wochenende, von Samstag bis Montag, feierte die Freiwillige Feuerwehr zusammen mit der ganzen Gemeinde und vielen Gastwehren ein schönes Fest. Der Montag wurde als Seniorennachmittag veranstaltet und fand einen gleichguten Besuch. Es war das erste Feuerwehrfest seit dem 75-jährigen Bestehen 1977.

 

Die Röttbacher Feuerwehr hat in den 90er Jahren wieder, jetzt auf freiwilliger Basis, mehrere Mädchen in den Feuerwehrdienst aufgenommen, was allgemein begrüßt wurde, doch bis Ende dieses Jahrzehntes hatte sich diese Gruppe wieder aufgelöst. Die Röttbacher Wehr zählt zurzeit über 100 Mitglieder und verfügt über eine gute Ausbildung und einer guten Kameradschaft in der Gruppe. Sie wird geleitet von Vorstand Bernhard Schneider, 1. Kommandant Rudolf Albert und seinem Stellvertreter Daniel Jeßberger. Weiter verfügt man über eine sehr aktive Jugendfeuerwehr, sie wird zurzeit geleitet von Andreas Huth. Durch viele Leistungsprüfungen bei den Aktiven als auch bei der Jugendfeuerwehr wurde der gute Ausbildungsstand immer wieder deutlich erkennbar.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Röttbach musste im ersten Jahrhundert ihres Bestehens, zehn mal zum Ernstfall ausrücken. Schon gleich 1906 brannte die Scheune von Rosina Albert und gleichzeitig die angrenzende Scheune von Michael Beck. 1929 brannte das Anwesen von Josef Weiss. Am 22 Juli 1950 wurde durch Blitzschlag das Anwesen von Anton Höhnlein heimgesucht (siehe Bild).

Hier wurden Scheune und Stallungen ein Opfer der Flammen. Das Feuer griff auch auf die benachbarte Scheune von August Schneider über. Viele Wehren aus den umliegenden Orten, wurden herbeigerufen. 1954 mussten die Wehrmänner zum Brand bei Hermann Schneider ausrücken. 1979 war es ein Zimmerbrand bei Olga Roth. 1981 Zimmerbrand bei Gunda Schäfer. Ebenfalls 1981 Brand in der Produktionshalle der Firma Rüppel in der Schustergasse. 1993 Blitzschlag in der Scheune bei Hugo Michel. 1994 Zimmerbrand bei Rudi Jeßberger und 1999 war es ein Schwelbrand bei Familie Mora in der Hernsterstraße 20.

 

Mehrmals wurde die Wehr zum Einsatz in die umliegenden Gemeinden gerufen, darunter auch nach den Explosionen in der Pulverfabrik Hasloch.

 

 

Quelle: Röttbach Geschichte & Geschichten von Erwin Franz